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Burg Hohenwang in Langenwang

Die Ruine zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Wehrbauten der Obersteiermark

Die einst mächtige Burg Hohenwang in Langenwang ist heute nur mehr eine Ruine. Die Burgruine liegt auf einem steilen, nach Südwesten fast senkrecht abfallenden Felsberg, etwa 100 Meter oberhalb des Ortes Langenwang. Die Burgruine ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderbegeisterte. Über drei verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten, unter anderem über eine gut begehbare Forststraße, können Sie zur Burgruine wandern und in historische Welten eintauchen.

Die Ruine zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Wehrbauten der Obersteiermark, auch aufgrund der außergewöhnlichen Länge. Das Wahrzeichen der Marktgemeinde Langenwang dürfte im elften Jahrhundert erbaut worden sein und war unter anderem im Familienbesitz der Herren von Eppensteiner, Stadeck, Montfort, Fladnitz oder Scherffenberger. Man geht davon aus, dass die Burg bereits vor 1160 von der Familie Landesere, die sich selbst die Herren von Hohenwang nannten, erbaut worden sei. Die Herren von Hohenwang zählten zu den vornehmsten Adeligen in der Obersteiermark. Der Kern der Festung geht, den Aufzeichnungen zufolge, auf das 12. Jahrhundert zurück. Früher bestand die Burg aus einer eigentlichen Hochburg und zwei festen Vorwerken, welche durch zwei tiefe Gräben von der Hauptburg getrennt, aber durch Zugbrücken und Wehrmauern mit ihr verbunden waren. Drei Zugbrücken und drei überaus feste Tore beschützten den Zugang der oberen Burg, die vorwiegend als Verwaltungssitz diente. Hohenwang war demzufolge also ein massiver und imposanter Bau, sodass es 1529 den Türken nicht gelang, die kühn angelegte Festung zu stürmen. Seit dem 15. Jahrhundert war unter anderem die Familie der Scherffenberger im Besitz des Hochschlosses, wie die Burg bei den Einheimischen auch noch genannt wird. Ab der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Burg nur mehr fallweise von der Familie Scherffenberg bewohnt. Schon bald bewohnten nur noch Bedienstete die Burg und es wurde nicht mehr in die Erhaltung investiert.

Doch wie kam es dazu, dass nun "nur" noch eine Ruine übrig blieb? Erdbeben und Steinraub taten Ende des 18. Jahrhunderts der Burg nichts Gutes. Bombenabwürfe im Zweiten Weltkrieg sorgten für den weiteren Verfall.
Die Burg war bzw. ist aufgeteilt in Halsgraben, Vorwerk, Haupttor, Vorburg, Bastei, Wehrgalerie, Wohnung/Palas, Hauptburg, Burgkapelle, Wasserversorgung sowie einem Turnierplatz.

Mittlerweile hält der Burgverein Hohenwang seine schützende Hand über die Burguine und saniert diese. Nach 1961 erwarb die Industriellenfamilie Schrack die Burgruine samt Waldbesitz. Sie ist über einen Forstweg einfach erreichbar. Für BesucherInnen ist die Burgruine Hohenwang ganzjährig bei freiem Eintritt zugänglich.

Tipp: Schon seit Jahrhunderten wird am Hoschloss das Fest Maria Heimsuchung gefeiert. Alljährlich am ersten Sonntag im Juli findet der Hochschloss Kirtag am Fuße der Burg Hohenwang statt.

Führungen: Vereinbarung mit dem Burgverein Hohenwang

Burgverein Hohenwang
Grazer Straße 22
8665 Langenwang
T. +43 664 3516369

 

Kontakt

Tourismusverband
Semmering-Waldheimat-Veitsch
Wiener Straße 9, 8680 Mürzzuschlag
+43 3852 2556
urlaub(at)semmering-waldheimat-veitsch.com

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