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Allerheiligenstriezel mit Hagelzucker

"Bitt gar schön um einen Allerheiligenstriezel!" - von Andreas Krainer

Heutzutage fast schon ein Standardgebäck in den Supermarktfilialen, kamen zu Peter Roseggers Zeiten, in unserer Region noch die "Striezelbettler" zu den Höfen,  sie wurden von den Bauern mit Freude willkommen geheißen, denn eine große Anzahl von Heiligenstriezelsammlern galt als Vorbote eines gesegneten Jahres. Jedes „Vergelt’s Gott, Allerheiligen“ sei, so der Glaube, für das Kornfeld mehr wert als ein guter Dünger. Eine andere bekannte Form des Allerheiligenstriezels geht auf antike Trauerkultur zurück. Man schnitt sich das Haar, welches man vorher zu einem Zopf geflochten hatte, ab und verlieh so seiner Trauer Ausdruck. Bei uns ist es heute Brauch Patenkinder mit einem süßen, selbst gebackenen Striezel zu beschenken.  Dabei werden beim Flechten des Striezels Glück- und Segenswünsche miteingeflochten. Im Brauchtum hielt sich lange der Glaube, dass der Striezel böse Geister abwehre. Wenn ein Striezel nicht aufging oder verzogen war, sollte das – so der Aberglaube – Unheil für das nächste Jahr bedeuten.

Abergläubig oder gläubig, das Rezept von Andreas Krainer gelingt auch ohne Bekenntnis.

Zutaten:

  • 500 g glattes Mehl
  • 200 ml Milch lauwarm
  • 60 g Butter flüssig
  • 60 g Zucker
  • 1 Tl. Salz
  • 15 g Vanillezucker
  • Schale von einer Zitrone
  • 3 Dotter
  • 30 g Rum
  • 40 g Germ
  • 50 g Rosinen
  • eventuell Hagelzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

  1. Ein "Dampfl" herstellen. Dazu 50 g lauwarme Milch mit Germ und 50 g Mehl vermischen und ein paar Minuten abgedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
  2. In einem Kessel mit Knethacken Zucker, Salz, Vanillezucker, Zitronenschale, Dotter, Rum, Rosinen und restliche Milch verrühren.
  3. Mehl und Dampfl hinzufügen, vermischen und zum Schluss die flüssige Butter einrühren.
  4. 10 Minuten kneten lassen.
  5. Abgedeckt ca. 15 Minuten ruhen lassen
  6. Portionieren – formen – die obere Seite mit Ei einstreichen
  7. nach Wunsch mit Hagelzucker bestreuen
  8. ca. 30 Minuten rasten lassen
  9. Im vorgeheizten Ofen bei 170°C, ca. 40 Minuten backen.

Viel Spaß beim Zopf flechten!

Kontaktinfo

Tourismusverband
Semmering-Waldheimat-Veitsch
Wiener Straße 9, 8680 Mürzzuschlag
+43 3852 2556
urlaub(at)semmering-waldheimat-veitsch.com

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